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Gerhard Dilbat
Facharzt für Radiologie
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Dr. med. Herbert Wetzler
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Privatärztlich tätig:
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Walter Seyferth
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    Radiologie Roth & Weißenburg

Dilbat & Dr. Wetzler - 91154 Roth

Digitale Subtraktionsangiographie

DSA


Arteriographien sind röntgenologische Gefäßdarstellungen der Schlagadern (Arterien) im Körper nach Einbringen eines strahlendichten  Kontrastmittels  (jodhaltige Lösung).

Die heute üblichen Digitalen Subtraktionsangiographien - DSA - zeichnen sich durch eine hohe diagnostische Bildqualität bei reduziertem Untersuchungsrisiko aus.

Der Eingriff ist weitgehend schmerzfrei.


Mittels einer dünnen Nadel wird in die Leiste oder die Ellenbeuge eine kleine Menge örtliches Betäubungsmittel unter die Haut und ins Weichteilgewebe gespritzt - dieses  Lokalanästhetikum  "brennt" anfangs. Nach wenigen Minuten ist die Region "pelzig".

Nun punktiert der Arzt dort mit einer  Hohlnadel  eine Arterie oder Vene und führt dann - praktisch schmerzfrei - über die Hohlnadel den  Führungsdraht (guide-wire) und den  Katheter  ein. Die Katheterspitze wird unter Röntgendurchleuchtungs-Kontrolle so platziert, dass nach Kontrastmittelgabe über den Katheter die zu untersuchenden Schlagadern im Röntgenbild sichtbar werden.

Die Einspritzung des Kontrastmittels verursacht ein kurzfristiges Wärmegefuehl, das - je nach Untersuchungsgebiet - unterschiedlich unangenehm bis angenehm empfunden wird; bei Applikation über einen in der Bauchhauptschlagader (Aorta abdominalis) liegenden Katheter entsteht meistens das Gefühl des Einnässens - zu einem unwillkürlichen Harnabgang kommt es jedoch nicht !


Die Röntgenbilder der kontrastierten Arterien werden digital aufgezeichnet. Ein s.g. "Leerbild"0, das unmittelbar vor der Kontrastmittelfüllung der Schlagadern angefertigt wurde, wird von den "Füllungsbildern"   1-0   2-0   3-0   abgezogen - somit werden überlagernde und störende Objekte des Röntgen-Summations-Bildes (z.B. Knochen, Luft im Verdauungstrakt) "wegsubtrahiert".

Die Bilder dieser Digitalen Subtraktionsangiographie (DSA) werden am Bildschirmarbeitsplatz aufbereitet und über einen Laser-Imager auf Blattfilm gedruckt oder auf CD-ROM gespeichert.


Zum Ende der Bildaufzeichnung wird der Katheter gezogen, oberhalb der Punktionsstelle in der Leiste oder am Arm solange abgedrückt, bis der Stichkanal nicht mehr blutet. Ein Druckverband, der bis zum Folgetag verbleibt, sowie Bettruhe über 4 bis 6 Stunden in unserer Wachabteilung minimieren die Nachblutungsgefahr.


Risiken der DSA:

Kein ärztlicher Eingriff ist vollkommen frei von möglichen Komplikationen !

Wir kennen alle Risiken der Untersuchung und sind auf mögliche Zwischenfälle -
die trotz grosser Erfahrung und Sorgfalt vereinzelt auftreten können - vorbereitet.

Selten treten auf:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen

    • auf das Kontrastmittel

    • auf das Lokalanaesthetikum

in Form von Juckreiz, Hautausschlag oder Brechreiz

Sehr selten treten auf:

  • Bildung von Gerinnseln (Thromben)

  • Gefässverschluss durch verschleppte Blutgerinnsel

Extrem selten treten auf:

  • Allergische Reaktionen mit

    • Kreislaufkollaps oder Schock

    • Asthma-Anfall

  • Bleibende Nervenschädigung mit

    • Lähmung des Beines oder Armes

    • Missempfindungen der Haut

  • Nachblutungen an der Punktionsstelle

  • Gefässverletzung durch den Katheter

  • Infektionen


Was Sie sonst noch über die DSA wissen sollten :

  1. Wir benötigen zu Ihrer Sicherheit einige Blutlabor-Ergebnisse (Gerinnungsparameter; Nierenfunktionswerte und Schilddrüsenfunktionswert) vor dem diagnostischen Eingriff. Die hierfür erforderliche Blutabnahme lassen Sie bitte rechtzeitig vor dem Angiographie-Termin bei Ihrem überweisenden Arzt oder Hausarzt vornehmen.

  2. Ihre Medikamente nehmen Sie - wie gewohnt - auch am Untersuchungstag ein! Ein leichtes Frühstück und reichlich Flüssigkeitszufuhr (Kaffee, Tee, Mineralwasser) sorgt für Ihr Wohlbefinden am Untersuchungstag. Decken Sie sich mit Ihren Medikamenten, mit einer Vesper und Getränken für die Liegezeit nach der Arteriographie in unserer Bettenstation ein.

  3. Sorgen Sie für einen Hin- und Rücktransport am Untersuchungstag - nach arterieller Punktion können Sie selbst kein Fahrzeug führen!

  4. Auch nach der Liegezeit in unserem Institut ist bis zum Folgetag Ruhe angesagt - keine schwere körperliche Anstrengung, kein Sport! Bitte viel trinken (2 Liter und mehr pro Tag über 48 Stunden), damit das Kontrastmittel beschleunigt über die Nieren ausgeschieden wird.

  5. Für eine komplikationsfreie, aussagekräftige Untersuchung brauchen wir Ihr Vertrauen und Ihre Mitarbeit.


Alternative Untersuchungsmethoden

In unserem Rother Radiologie-Institut bieten wir Ihnen alle derzeit gängigen Gefäßuntersuchungsmethoden an.

Die für Sie richtigen Angiographien besprechen Sie bitte mit Ihrem überweisenden Arzt.

MR- Angiographie

  • Arteriographie im Kernspintomographen - ohne Röntgenstrahlung

    • bei uns mit kontinuierlichem Tischvorschub im XXL-MRT

    • nicht möglich

      • bei Herzschrittmacher-Trägern / -Trägerinnen

      • bei implantierten Insulinpumpen oder Defibrillatoren

CT- Angiographie

  • Arteriographie im Computertomographen als Röntgenuntersuchung

    • bei uns im Emotion-16-Mehrzeiler - ohne Direktpunktion der Schlagader

      • somit reduziertes Risiko für Nachblutungen

Duplex- Sonographie

  • Schmerzfreier Ultraschall der arteriellen Gefäße


Zur DSA der Becken- und Beinarterien, der Baucharterien, der Halsarterien oder 
der Arterien an Arm und Hand vereinbaren Sie bitte einen Termin - 

gebührenfrei unter    0800 222 0 777

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